Systemische Risiken im digitalen Zeitalter

Autor/innen

Ino Augsberg; Andreas Jungherr; Katharina Kaesling; Lea Katharina Kumkar; Katja Langenbucher; Jan Oster; Benjamin Raue; David Roth-Isigkeit; Thomas Rüfner; Antje von Ungern-Sternberg

Über dieses Buch

Der Digital Services Act (DSA) verpflichtet die Betreiber sehr großer Online-Plattformen (wie X, Instagram, TikTok) und Suchmaschinen (wie Google) zur Analyse und Minderung „systemischer Risiken“. Viele hoffen, dass man mit diesem Regulierungsansatz Gemeinschaftsgüter wie die Demokratie besser vor den besonderen Risiken der Online-Kommunikation schützen könne, etwa vor der viralen Verbreitung von Hassrede und Desinformation. Andere befürchten einen Verlust an Meinungsfreiheit, wenn beispielsweise auch legale Inhalte als Risiken angesehen werden, oder kritisieren eine unangemessene Macht bestimmter Akteure (der Plattformen, der EU-Kommission als Aufsichtsbehörde). Der Band widmet sich der Frage, wie das systemische Risikomanagement des DSA zu bewerten ist.

Themen:

Systemische, Risiken, im, digitalen, Zeitalter

Schlagworte:

Systemische Risiken, im, digitalen, Zeitalter

Biografien:

Ino Augsberg

Prof. Dr. Dr. Ino Augsberg ist Inhaber eines Lehrstuhls für Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht sowie Co-Direktor des Hermann-Kantorowicz-Instituts für juristische Grundlagenforschung an der Christian-Alberts-Universität zu Kiel. Seine Forschung beschäftigt sich mit Informationsverwaltungsrecht, ausgehend von sprachlicher Struktur des Rechts, der Stellung von Religion sowie der Funktionsweise moderner Netzwerke- und Wissenschaftsgesellschaften.

Andreas Jungherr

Prof. Dr. Andreas Jungherr ist Inhaber des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, insbesondere Digitale Transformation an der Universität Bamberg und Direktor am Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt). Seine Forschung beschäftigt sich mit den Auswirkungen digitaler Medien auf Politik und Gesellschaft, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz, politischer Kommunikation und Governance.

Katharina Kaesling

JProf. Dr., L.L.M. (College of Europe) Katharina Kaesling ist Inhaberin der Juniorprofessur für Bürgerliches Recht, Geistiges Eigentum, insb. Patentrecht sowie Rechtfragen der KI, Principal Investigator im TUDiSC und Excellenzcluster CeTI an der Technischen Universität Dresden. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Digitalisierung und Bürgerlichem Recht, Schaffensprozessen mit KI und der Mensch-Maschine-Interaktion sowie der Regulierung von Plattformen, Daten und KI mit Fokus auf der Position Minderjähriger und ökologischer Nachhaltigkeit.

Lea Katharina Kumkar

JProf. Dr. Lea Katharina Kumkar ist Inhaberin der Juniorprofessur für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Rechtsfragen der Digitalisierung an der Universität Trier sowie stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Instituts für Recht und Digitalisierung Trier (IRDT). Ihre Forschung befasst sich aus zivil- und wirtschaftsrechtlicher Perspektive mit dem Recht der Digitalisierung, insbesondere mit vertrags-, kartell und datenschutzrechtlichen Fragen im Kontext der datengetriebenen Ökonomie, dem Einsatz von Algorithmen und KI-Systemen, digitalen Gütern und Dienstleistungen sowie plattformbasierten Geschäftsmodellen.

Katja Langenbucher

Prof. Dr. Katja Langenbucher ist Inhaberin eines Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Finanzmarktregulierung, Bank- und Währungsrecht im House of Finance der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Ihre Forschung konzentriert sich auf Corporate Governance von Finanzinstituten, Kapitalmarkt- und Bankrecht sowie Finanzmarktregulierung. Zu ihren aktuellen Projekten zählen Krypto-Assets und Künstliche Intelligenz.

Jan Oster

Prof. Dr., LL.M. (Berkeley) Jan Oster ist Inhaber der Professur für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht, Medienrecht, Daten- und Digitalisierungsrecht sowie geschäftsführender Direktor des Instituts für Unternehmens- und Wirtschaftsrecht der Universität Osnabrück. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst Informations- und Kommunikationsrecht, Europarecht und Internationales Privatrecht.

Benjamin Raue

Prof. Dr. Benjamin Raue ist Inhaber der Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht -insbesondere Recht des Geistigen Eigentums- an der Universität Bonn sowie Gründungsdirektor (und ehemaliger geschäftsführender Direktor) des Instituts für Recht und Digitalisierung Trier (IRDT). Seine Forschung konzentriert sich auf das Immaterialgüterrecht im Kontext der Digitalisierung, die Haftung von Plattformen sowie die Regulierung künstlicher Intelligenz.

David Roth-Isigkeit

Prof. Dr. David Roth-Isigkeit ist Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht, insb. Recht der Digitalisierung an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Seine Forschung befasst sich mit digitaler Transformation, Cybersicherheitsrecht, Recht der künstlichen Intelligenz, Europäisches Digitalrecht sowie die Theorie und Ideengeschichte globaler Ordnung.

Thomas Rüfner

Prof. Dr. Thomas Rüfner ist Inhaber der Professur für Bürgerliches Recht, Römisches Recht, Neuere Privatrechtsgeschichte sowie Deutsches und Internationales Zivilverfahrensrecht an der Universität Trier und Direktor des Instituts für Recht und Digitalisierung Trier (IRDT). Er forscht zu Fragen der digitalen Rechtsgeschäftslehre, sowie der Haftung für autonome Systeme. Neben der Wechselwirkung von Immaterialgüterrecht und Digitalisierung hat er sich auf die Haftung von Plattformen und die Regulierung künstlicher Intelligenz spezialisiert.

Antje von Ungern-Sternberg

Prof. Dr. Antje von Ungern-Sternberg ist Inhaberin des Lehrstuhls für deutsches und ausländisches Öffentliches Recht, Staatskirchenrecht und Völkerrecht an der Universität Trier sowie geschäftsführende Direktorin (und Gründungsdirektorin) des Instituts für Recht und Digitalisierung Trier (IRDT). Ihre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Verfassungsrecht, Europa- und Völkerrecht sowie Rechtsvergleichung und befasst sich insbesondere mit Religionsverfassungsrecht, Grund- und Menschenrechten sowie den rechtlichen und ethischen Fragen der Digitalisierung, darunter autonome Systeme, algorithmische Diskriminierung und die Auswirkungen digitaler Technologien auf Demokratie und Staatlichkeit.

Downloads

Auch erhältlich im Buchhandel

Veröffentlicht: Juni 10, 2026

Lizenz

Creative-Commons-Lizenz
Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

Angaben zur Monografie